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 Dokumentation in der plastischen Chirurgie immer wichtiger

Aus verschiedenen Gründen wird die Dokumentation auch in der plastischen Chirurgie immer wichtiger. Wie auch in allen anderen Bereichen der Medizin ist umfassende Dokumentation unerlässlich. Denn wo immer Patienten von Fachleuten behandelt werden, liegt die volle Verantwortung natürlich beim betreuenden Fachpersonal. Um also sicherzustellen, dass Patienten aufs Beste informiert werden und dass Behandlungsabläufe intern richtig koordiniert ablaufen, ist ein richtiges Dokumentieren unerlässlich. Damit erreicht man zweierlei: Einerseits sichert sich der behandelnde Arzt/Mediziner rechtlich ab. Oftmals ist die Qualität der Dokumentation ausschlaggebend darüber, inwiefern ein Patient Regressansprüche geltend machen kann, wenn eine Behandlung nicht den gewünschten Erfolg brachte oder gar ernste Schäden angerichtet hat.

Gerade bezogen auf Letzteres, ist das Feld der plastischen Chirurgie besonders sensibel. Denn oftmals haben die Eingriffe rein ästhetischen Charakter und es besteht keine krankhafte Indikation, die ein Handeln unerlässlich machen würde. Entsprechend unsicher sind auch oft die Patienten, die sich zwar verändern möchten, aber noch überlegen, ob sie den dazu notwendigen, operativen Eingriff wirklich riskieren wollen. Hier liegt es am plastischen Chirurgen, den Patienten nach bestem Wissen und Gewissen aufzuklären. Insofern ist das Aufklärungsgespräch bereits ein wichtiger Teil der Behandlung. Ein vom Patienten vollständig ausgefüllter Aufklärungsbogen ist somit für die Dokumentation unerlässlich. Für den plastischen Chirurgen dient er als Nachweis, dass notwendige Aufklärungsarbeit geleistet wurde. Dem Patienten dient dieser Bogen zur Information, um sich leichter für oder gegen ein operatives Eingreifen entscheiden zu können. Natürlich erübrigt sich durch diese standardisierten Aufklärungsbögen nicht die Notwendigkeit, dass der plastische Chirurg gegebenenfalls auch eine persönliche Stellungnahme zum Verlauf einer Operation und zu den individuellen Erfolgschancen einer solchen abgeben können muss. Bei manchen Eingriffen, die bereits häufig Anwendung finden und (handwerklich gesehen) simpel ablaufen, mag das einfach sein. Doch gibt es auch in der plastischen Chirurgie nach wie vor viele Eingriffe (Facelifts, Wangenmodellierung etc.), bei denen ein genaues Vorhersagen des Endergebnisses nicht zu 100 % möglich ist. Hier sind die Erfahrungen des plastischen Chirurgen gefragt.

Bereits bei der Dokumentation wird vom Behandlungsteam also Fingerspitzengefühl erwartet. Der seriöse plastische Chirurg wird dabei nicht nur bestrebt sein, einen Patienten auf Biegen und Brechen von der Machbarkeit einer OP zu überzeugen, sondern ernsthafte und aufrichtige Aufklärungsarbeit leisten. Eine entsprechende Dokumentation ist in diesem Sinne absolut notwendig. Dank modernster, durch Computer gestützter Archivierungs- und Speichermethoden ist lückenlose Dokumentation auch kein solch bürokratisches Hexenwerk mehr. Anhand dieser Aufklärungsarbeit kann man als Patient abwägen, für wie geeignet man einen Chirurgen hält, die angestrebten Änderungen vorzunehmen. Die Auswahl an Fachmännern ist freilich groß. Allein die plastische Chirurgie in Berlin ist mit etlichen Praxen vertreten.