Keine übersinnlichen Fähigkeiten beim Smart Tuning
gefragt
Einen Smart zu mehr Leistung aufzurüsten ist wahrlich kein Hexenwerk. Das Leichtgewicht macht es einem in
dieser Hinsicht denkbar einfach. Der winzige Abkömmling aus dem Hause Mercedes lässt sich – handwerkliches Geschick
vorausgesetzt – mit einigen Hausmitteln zu spürbar mehr Leistung bringen. Es folgen an dieser Stelle nun einige
Tipps zum effizienten Smart Tuning.
Wir alle kennen spätestens seit “The Fast and the Furiest“ die Lachgaseinspritzung – auch als NOS bezeichnet. Diese
bringt einen kurzfristigen Leistungsschub, bei dem das Auto selbst in Spitzenbereichen noch mal eine dicke Schippe
drauflegt und einen wahren Geschwindigkeitsschub erfährt. Natürlich ist eine solche NOS Vorrichtung für einen Smart
etwas zu viel des Guten. Ein solcher Schub würde ihn wahrscheinlich (aufgrund der klobigen Bauart) zum überschlagen
bringen, sodass er zur blechernen horizontal Lawine werden würde. An Kuppen würde ihn ein solcher Schub gar bis
rauf in die Stratosphäre blasen – wer weiß, wo man dann wieder rauskommt. Als sinnvolle Alternative hat sich im
Rahmen des Smart Tuning die Kartoffelkanone bewährt. Sie bringt einen Leistungsschub, der verhältnismäßig mit dem
durch NOS vergleichbar ist. Feuer frei! Und es geht voran! Die nachfolgende Konkurrenz wird indes in bester Mario
Kart Manier mit Kartoffeln beschossen.
Wer weniger auf den kurzfristigen Schub aus ist, sondern eine kontinuierlich erhöhte
Durchschnittsgeschwindigkeit anstrebt, der baut die rückwärtige Scheibe aus und setzt einen Ventilator als
zusätzlichen Außenbordmotor ein. Aufgrund dieser sinnvollen Platzierung dürften Platzprobleme im Innern keine Rolle
spielen.
Man sieht also: Smart Tuning ist auch ohne ein großes Gespür für künstliche Intelligenz und ohne übersinnliche
Fähigkeiten möglich. Wem jedoch die hier empfohlenen Hausmittel nicht gut genug sind, der wendet sich am besten an
einen Fachmann. Aber denkt daran – kein NOS! Denn sonst wird man unter Umständen einen Ritt, gleich jenem von Baron
Münchhausen auf der Kanonenkugel, in Kauf nehmen müssen. Nur mit dem Unterschied, dass man sogar in der
Kanonenkugel sitzt und nicht etwa auf ihr.
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